Getting Things Done

Ich möchte euch von meinem neuen Vorhaben erzählen. Schon lange zipft es mich an, dass ich im Büro mehr Zeit mit dem Organisieren meiner Aufgaben verbringe, anstatt die eigentliche Arbeit zu erledigen. Emails, Telefon, Teams Chat, Meetings und Gespräche am Gang. Überall prasseln Aufgaben und Ideen herein. Was mache ich zuerst. David Allen beschreibt in seinem Buch „Getting Things Done“ eine Methode, die schon viele Unternehmen, aber auch Privatpersonen erfolgreich probiert haben. Dem Ganzen liegt die Idee zu Grunde, dass der Kopf nicht dazu da ist, sich alles merken zu müssen, sondern um Probleme zu lösen. „your brain is for having ideas, not holding them.“

Die Methode besteht im Prinzip aus drei Vorgängen, Collect, Process, Organize. Alles kommt mal schnell in die Inbox. Ein zwei mal am Tag sortiert man das dann in Sachen, die man ablegt oder löscht, und Dinge bei denen es was zu tun gibt. Dann überlegt man sich, was es als nächstes zu tun gibt. Klingt easy, und ist es eigentlich auch. Schau ma mal wie sich des bei mir dann auswirkt. Eines habe ich jedenfalls schon gelernt. Ich hab immer nach einer Software gesucht, die einem dabei hilft, seine Aufgaben zu organisieren. Tatsache ist aber, es kommt schlussendlich drauf an, dass man sich organisiert und darum kümmert, was als nächstes zu tun ist.

Und jetzt zu etwas ganz anderem. Der Trainingsplan für den Halbmarathon „Bludenz Läuft“ hat angefangen. Am 4. Juli ist es so weit. Bis jetzt war alles im Plan, aber den Lauf gestern habe ich auslassen müssen. Husten und Heiserkeit. Und morgen wollte ich vom Büro heim laufen, aber die blöde Sperre mit Ausreisetest macht mir einen Strich durch die Rechnung. Weil ich nicht im Stau stehen will muss ich wohl oder übel mit dem Fahrrad fahren. D. h. Ich muss zuerst heim und dann von daheim joggen gehen und verliere so eine halbe Stunde meines Lebens. Auch der Selbsttest zu Hause, der nötig ist, damit ich morgen wieder heim kann, kostet mich 20 Minuten. Zeitverschwendung.

Was mich unweigerlich zum Thema Nr 1 bringt, Corona. Eigentlich habe ich vorgehabt, nichts mehr darüber zu schreiben. Aber jetzt kommen sie wieder mit dem Impfen daher. Und da muss ich noch kurz meinen Senf dazu geben.

Zu Beginn muss ich gleich sagen, dass ich kein Impfskeptiker oder  Impfverweigerer bin, nur weil ich noch nicht zum Impfen angemeldet bin. Ich bin aber auch nicht impfblind, lass mich also nicht einfach nur Impfen weils die Jazz Gitti auf ORF sagt. Ich würde eher sagen, ich bin Impfrealist. Das heißt ich sehe die Impfung als das was sie ist. Als Schutz des eigenen Körpers vor der Krankheit. Deshalb schütze ich mich dann, wenn ich das Risiko, krank zu werden, und die damit verbundenen Schwierigkeiten als größer einschätze, als das Risiko, mir einen ungetesteten Impfstoff rein zu jagen. Außerdem warte ich noch auf den Chinesischen. Weil von China hört man schon lang nichts mehr wegen Infizierten. Der muss also super wirken.

Aber Spaß beiseite. Das gute am Impfen ist, dass sich jeder selbst entscheiden kann, weil es ja in erster Linie um den eigenen Schutz geht. Darum kann ich es auch nicht verstehen, wenn mache Leute als ersten Grund für die Impfung sagen, sie wollen, dass die Pandemie aufhört. Die Pandemie hört ja nicht durch das Impfen auf, sondern durch die Politiker, die uns unsere Grundrechte zurückgeben.

Zum Thema Grundrechte muss ich auch noch was loswerden. Florian Klenk hat gepostet, dass ma jetzt endlich den Geimpften und Genesenen ihre Grundrechte zruck geh soll. Ich sehe des aber etwas anders. Der Grund, dass man uns unsere Grundrechte von Freiheit und freier Meinungsäußerung vor einem Jahr weg genommen haben war, weil sie Angst hatten, dass das Gesundheitssystem so wie in Bergamo zisammen bricht. Grundrechte kam man aber nicht zurück geben. Es sind festgeschrieben Werte für alle. Sie stehen uns immer zu, außer bei Gefahr in Verzug. D. h. man kann die Grundrechte nur eine zeitlang wegnehmen. Wenn jetzt aber genug geimpft und immun sind, denn ist dieser Grund ja weg. Alle sind sich einig, dass bei ca 60%, die immun sind, die Intensivbetten nie voll werden. Des gilt dann aber für alle. Deshalb bin i sicher, dass es nach einer kurzen Zeit wieder für alle normal wird.

Nicht das Virus sperrt und also ein, unsere Regierungen tun das. Und da muss ich jetzt auch Kritik in dieser Richtung los werden. Wie die Bundesregierung das Geld zum Fenster hinaus wirft ist sagenhaft. Ein Beispiel sind die sinnlosen Fernsehwerbungen fürs Impfen. Z. b. mit der Jazz Gitti. Alle, die die Jazz Gitti mögen, sind sowieso schon geimpft oder zumindest angemeldet. Und die, die sie nicht mögen, denen ist diese Werbung scheiß egal. Also, sinnlose Geldverschwendung. Außer natürlich für die Jazz Gitti, die freut sich über den Spot. Und ein weiteres Beispiel für ein sinnloses Projekt ist die Corona Ampel. Die ist in ganz Österreich seit Monaten durchgehend rot. Was bringt eine immer rote Ampel? Gar nichts, man fährt einfach drum herum. Ein Kreisverkehr.

Nochmal kurz zum Thema Grund fürs Impfen. Wenn sich jemand Impfen lässt, weil er will, daß die Pandemie fertig ist, und nicht in erster Linie damit er gesund bleibt, kommt mir das so vor wie wenn sich jemand beim Autofahren anschnallt, weil es damals der Fahrlehrer gesagt hat, und nicht damit mir bei einem Unfall nichts passiert. Und jetzt das Wichtigste von allem. Lasst nicht zu, dass die Frage über das Impfen unsere Gesellschaft spaltet. Genau so, wie ich jeden respektiere, der sich Impfen lässt, möchte ich auch, dass diese Gruppe respektiert, wenn sich jemand (aus welchem Grund auch immer) nicht impfen lässt.

So, und damit wars das auch schon wieder für heute. Nächstes Mal erzähle ich euch, ob der Flug der SN15 geklappt hat. Starship startet nämlich gleich.

Cu und Take care

Matse

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