Ajacco und Schildkröten

Heute Mittwoch machen wir noch mal einen Ausflug nach Ajacco, die Hauptstadt Korsikas.

Zuerst bin ich nicht so begeistert und will lieber ans Meer. Aber wir haben morgen ja noch einen Tag und heute soll es auch nicht so heiß werden, darum machen wir uns um 10h auf den Weg in die 120 km entfernt gelegene Stadt.

Weil Ajacco auf der anderen Seite der Insel liegt, und die Straßen über die Berge führt, brauchen mehr als 2 Stunden. Die Straßen sind aber Gang gut beieinander und es ist wenig Verkehr, drum geht es flott und ohne Stau.

Schildkrötenfarm A Cupulatta

Eine halbe Stunde vor Ajacco (die Korsen sagen übrigens [A’jatsch:u], als Ausländer darf man aber wie die Italiener [A’jattscho] sagen, die Franzosen sagen aber [Aschak’sjo] ), machen wir noch einen Stopp bei der Schildkrötenfarm A Cupulatta. In 1,5h ist man durch. Rentiert sich auf jeden Fall für einen kurzen Stopp, vor allem natürlich für die Kinder. Hier ein paar Bilder.

Ajacco, Korsikas Hauptstadt

Ajacco, mit seinen 69.000 Einwohnern ist zwar nicht riesengroß, nur etwas mehr als Dornbirn, aber man merkt, dass es die Hauptstadt ist. Viele Geschäfte, Restaurants, Museen und der Verkehr ist auch deutlich mehr als sonst auf der Insel. Wenn man sich aber an die Hauptstraße hält und einfach den nächsten Parkplatz sucht, ist man schnell am Ziel.

In Ajacco laufen wir dann ein bisschen durch die Altstadt und fahren mit dem Zügle eine Tour durch die Stadt. Bei der Grotte vom Napoleon bleiben wir kurz stehen. Ja richtig, es ist DER große Napoleon Bonaparte. Er ist in Ajaccio geboren und hier allgegenwärtig. Sein Geburtshaus finden wir schließlich auch noch hier.

Ansonsten ist die Stadt zwar nett, aber Bonifacio hatte mehr Charme. Dafür kriegt man hier auch schon vor 19h was zu essen. Der Salat ist ganz ok, aber mit 14€ teuer wie alles in Korsika.

Vor der Heimfahrt gibt’s noch einen kurzen Besuch bei der Hüpfburg und Max interessiert sich sehr für die Männer die Petanque spielen. Das ist das Spiel mit den Metallkugeln auf Sand, dem man hier in jeder Ecke begegnet.

Da es schon 2000 ist und um 2056h die Sonne untergeht und wir hier an der Westküste die einzige Chance haben, einen Sonnenuntergang am Meer zu sehen, und da man, wenn man in Ajaccio ist, auch unbedingt die Iles Sanguinaires sehen muss, und da es nur 10km sind, und da wir sonst e nichts mehr vorhaben heute, fahren wir noch den Strand entlang zu dem Spitz hinaus. Dort befinden sich ein Turm (Tour de La Parata), ein Leuchtturm, ein mittelalterlicher Wachturm und ein verfallendes Lazarett, das vor 200 Jahren gebaut wurde, um zurückkehren Seeleute zu verarzten.

Um 21h ging es dann wieder zurück über die Insel zu unserem Campingplatz. Die Fahrt in der Nacht über die Berge war kein Problem, bis auf das Wildschwein, das uns beinahe ins Auto gerannt wäre.

Hier noch ein paar Eindrücke aus Ajaccio.

C

U und Au revoir.

Matse

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