Halbmarathon 2019

Der heurige Halbmarathon ist Geschichte. 1:33:09. Bin mehr als zufrieden. Doch schön der Reihe nach.

Die Vorbereitung war so lala. Kein richtiger Plan, einfach nur mal laufen. Ich wußte, es könnte eine Zeit um die 1:35h werden. Ziel war insgeheim unter 1:36h, das hatte ich nämlich schon letztes Jahr. Der letzte längere Lauf war 10 Tage vor dem HM. Und am Mittwoch dann ein kurzer schneller Lauf vom Büro nach Hause. Da hats mich aber volle verregneten. Ich war gerade mal 1km weit gekommen, da hat’s runter lassen wie aus Kübeln, gestürmt, und es hat sicher 5 Grad abgekühlt. Aber während dem Laufen macht das nix.

Am Freitag Abend dann noch Geburtstagsfest bei Alex. Da gingen schon ein paar Bierchen. Hat am Samstag schon für etwas Kopfweh gesorgt. Aber egal, Samstag war ja erst mal der Fröschle Marathon. Also zuschauen. Max und Olivia hats getaugt. Medaillen gab es auch.

Sonntag, der Lauf

Am Sonntag dann endlich der Halbmarathon. Um 8h aufstehen. Zwei Scheiben Honigzopf. Kleidersack checken. Und um 9h mit dem Zug nach Bregenz. Um 9:30h treffe ich dann Stefan und wir nehmen das letzte Schiff nach Lindau. Fast kommen wir zu spät zur Kleidersackabgabe und werfen sie dann einfach auf den LKW. Ab in die Startaufstellung. Aufwärmen zur Musik der Monroes. Ich treffe auch noch ein paar Bekannte. Israel ist auch da. Vielleicht packe ich ihn heute endlich einmal. In allen Distanzen war er bisher um den Hauch schneller als ich. Aber heuer hat er angeblich wenig trainiert. Mal schauen.

Der Start, die ersten Kilometer

Mittlerweile schon gewohnt, es ist immerhin schon der 6. Start hier, geht es zuerst hinaus auf die Hauptstraße und über die Brücke auf die ersten Kilometer am See entlang Richtung Österreich. Ich habe mir vorgenommen, dass ich zügig weg laufe, mit einem 4:30 min/km Schnitt, und dann schaue ich einfach, wie lange ich es aushalten. 10km ging das im Training ja bisher problemlos.

Bregenz, Halbzeit

Die Strecke an der Pipeline entlang zieht sich wie gewohnt, aber da vorne ist Bregenz. Da warten die Zuschauer. Motivationsspritze. Das Wetter ist zum laufen ideal, bewölkt bei 16 Grad. Und es läuft gut. Halbzeit bei der Seebühne und halbe Minute unter Plan. Und von Israel noch keine Spur. Könnte klappen.

Dort beim Festspielhaus wartet auch Karina und die Kinder. Natürlich darf das Motivationsküsschen nicht fehlen.

Das Finish

Bei Kilometer 12 noch immer kein Einbruch. Da kommt mir die Vierergruppe vor mir grad recht. Die machen schön Tempo und ich hänge mich an die ran. 5 Kilometer vor Schluss bei Neu-Amerika muss ich sie überholen. Die sind mir einfach doch zu langsam. Doch oh weh, wer kommt da von hinten, der Israel überholt mich. Shit, das kann nicht sein, der läuft mir heute nicht davon. Ich bleib ihm also auf dem Fersen und merke, er läuft am Limit. Er kann auch nicht schneller. So zieht er mich bis Richtung Ziel.

2 Kilometer vor dem Ziel dann ein Gehupe und Hubschrauberlärm. Fahrräder und Motorräder überholen mich. Das kann nur eines bedeuten, der Führende vom Marathon kommt. Um eine Linkskurve zischt er vor, ich muss fast in eine Hecke springen damit er mich nicht rammt.

So jetzt sind wir bereits am Yachthafen vorbei über die letzte Brücke. Die Beine können noch und so spurte ich 5 Meter hinter Israel ins Stadion, letzte Runde, rote Boden, Zuschauer, da ist das Ziel, noch einmal lächeln und ab durchs Ziel. Geschafft! Alles gut, etwas müde aber OK. Medaille abholen, ausschnaufen, trinken, das erst Bier. Und genießen.

Gratulationen, strahlende Gesichter, warten auf die anderen. Alle sind happy, war ein cooler Tag.

Und jetzt? Keine Ahnung, es wird sicher wieder mal einen Lauf geben, aber heute nicht mehr.

Hoffe euch hat es auch Spaß gemacht. Danke für die Unterstützungen und Glückwünsche und bis bald.

Matse

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